Referent Reinhard Scheuerlein, Landschaftsgärtner und Landschaftsarchitekt zeigte auf, wie Gärten an zunehmende Hitze und Trockenheit angepasst werden können.
Als Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Fürth-Stadt betreibt er einen eigenen großen Garten, in dem er vieles ausprobiert und Erfahrungen sammelt.

Scheuerlein stellte eine Vielzahl von Pflanzen vor, die mit geringem Wasserbedarf auskommen und zugleich insektenfreundlich sind. Er machte deutlich, wie wichtig es ist, den Lebensraum Garten im Einklang mit der Artenvielfalt zu gestalten. Zu den hitzeresistenten Pflanzen gehören mediterrane Klassiker wie Lavendel und Rosmarin, aber auch der Sonnenhut und etliche Stauden. Eine Wildblumenwiese ist wassersparender als Rasen
und zieht zudem Insekten und Schmetterlinge an. Die Mittagsblume zählt zu den Sukkulenten und speichert Wasser in ihren fleischigen Blättern. Pflanzen mit langen Wurzeln wie Tulpen und Federgräser können auch auf Wasser zurückgreifen, das tiefer in der Erde gespeichert ist. Auch Rosen können lange Wurzeln ausbilden, wobei Wildrosen zumeist insektenfreundlicher sind. Die Königskerze hat lange Blütezeiten und bietet Insekten deshalb noch bis in den Spätsommer Nahrung. Auch sie kommt dank ihrer behaarten Blätter mit Hitze gut zurecht. Nachtkerzen blühen nachts und ziehen Insekten an, die wiederum die nachtaktiven Fledermäuse nähren.
Oft kommen die Wildformen der Gartenpflanzen mit Hitze und Trockenheit besser zurecht als die gezüchteten. Auch Obstbaumsorten von Apfel, Aprikose, Birne, Mirabelle, Mispel, Pflaume, Quitte, Süß- und Sauerkirsche und Zwetschge sind für trockene und sonnige Standorte geeignet.
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